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Tourismus: Zürich steuert solide in die Zukunft

55Zürich  - Die Tourismusregion Zürich hat das schwierige Vorjahr glimpflich überstanden. Aus der Krise will die Stadt in den kommenden Jahren nun wieder mit Wachstum steuern, wie Zürich Tourismus http://www.zuerich.com mitteilt. Um Logiernächte und Wertschöpfung anzukurbeln, setzen die Marketer auf einen stärkeren Osteuropa-Fokus und die Zielgruppe der "Best Agers" ab 50 Jahren. Dem Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) http://www.gdi.ch zufolge ist eine langfristige Prognose für den Reisesektor in Zürich zwar schwierig. Allen möglichen Szenarien sei aber eins gemeinsam: Solidität.

"Wir setzen neben den bestehenden auf neue Märkte", erläutert Zürich-Tourismus-Marketingleiter Maurus Lauber im Gespräch mit pressetext. Auf lange Sicht, in einem Zeitraum von 20 Jahren, brauche es jedoch mehr Spieler, um eine Strategie für die ungewisse Entwicklung des Tourismus festzulegen. "Es müssen Stadt und Kanton ins Boot geholt werden, um zu bestimmen, was auf Ebenen wie der Stadtentwicklung erstrebenswert ist", erklärt Lauber.

Bestehende Stärken statt "Disneylandisierung"

Das GDI zeichnet für die Zukunft vier mögliche Szenarien, die statt einer "Disneylandisierung" Zürichs in jedem Fall Solidität und bestehende Stärken gemeinsam haben. In einer modernen Welt im Jahr 2030 mit mobilen Kommunikationsmitteln und Technologien könnte sich die Stadt etwa "zur angenehmsten Business-Destination Europas" entwickeln, wobei zwischen Arbeit und Freizeit kaum mehr unterschieden werde. Sollten die Zeiten jedoch härter werden und Zürich nur mehr für Privilegierte leistbar sein, werde sich die Bankenstadt noch stärker auf Seriosität, Solidität und Exklusivität spezialisieren.

Bei einem grundsätzlichen Rückgang der Reisetätigkeiten im Jahr 2030 könnte Zürich als Rückzugsort mit Naturanschluss auftreten. Statt dem Bankgeheimnis sei es möglich, die City in einem vierten Szenario etwa als Wissensstandort zu etablieren. "Einzigartige Erlebnisse mit Nacherzählungswert" gewinnen nach Ansicht des GDI in jedem Fall an Stellenwert und neue Märkte werden relevanter.

Gedämpfter Optimismus

2009 musste die Zürcher Tourismusbranche angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erstmals seit fünf Jahren einen Dämpfer hinnehmen. Mit einem Rückgang der Logiernächte um 4,2 Prozent auf 4,6 Mio. schnitt die Metropole aber besser ab als die Gesamtschweiz. Hier wurde ein Minus von 4,7 Prozent verzeichnet (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100223020/). Die Einbußen fielen in der Stadt "weit geringer aus als Anfang 2009 erwartet", so Zürich Tourismus.

"Für das laufende Jahr sind wir gedämpft optimistisch", sagt Lauber gegenüber pressetext. Faktoren wie die Vulkanaschewolke und dadurch bedingte Flughafensperren oder der starke Franken im Vergleich zum Euro nähmen Einfluss auf die Tourismusbranche und ihre Zahlen. "Dennoch rechnen wir derzeit mit einem Wachstum von zwei bis vier Prozent", schließt Lauber.

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