
Frisch geschlüpft aus dem winzig Ei,
verwirrt und noch wenige Sekunden alt.
Kurz nachdem sie die ersten Bewegungen mit den Flügeln wagte,
wurde sie gejagt von einem gehässigen Gesicht.
Das beben der Stimme durchzuckt ihren Körper,
hastig versucht sie zu fliehen.
Den Weg durch ein offenes Fenster gefunden,
oh welch Glück dies Gefühl von Freiheit.
Die Welt erkundend,
die Eindrücke aufsaugend,
die Gerüche einprägend.
Welch Pracht sich anerbietet diesen Augen,
Menschen in jeder Form,
Gebilde, Kunst, Wege, Häuser, Abschaum.
Ein Friedhof vor findend,
über die Gräber streichend,
sich durch die bitter geweinten Tränen
einen Ausweg suchend.
Die Trauer ist unleugbar,
durchfurcht ihre Gesichter,
lässt ihre Stimme versagen,
nur kläglich Laute und wimmern hängen in der Luft,
die frisch ausgehobene Erde unter den Füssen,
dieser gebrochenen Seelen.
Verwundert versteht sie diese schwärze nicht,
das Leben sei doch so kurz woher all dieser Gram?
Sich den Kopf zermarternd,
diesen Ort der Ruhe, Schreie und des ewigen Schlafs verlassend.
Das winzig Herz,
voller Anmut, Hoffnung
ausgefüllt durch dieses unbedeutend Erlebniss.
Bereit diesen einen,
letzten Tag bis an die Grenzen auszukosten,
klatsch,
klebend und tot an dieser Scheibe.
Wenn zuviel gedacht wird und das leben vergessen...
by Élaine Zöé