Artikel teilen! Interview und neue Single von den Delilahs: Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Intensiv haben die Delilahs an ihrem zweiten Album gearbeit ...
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Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Intensiv haben die Delilahs an ihrem zweiten Album gearbeitet. Als Vorbote für «Greetings From Gardentown» serviert der Zuger Vierer «Melting Gaze», alles andere als ein netter Popsong, den man so nebenbei hören kann. Frontfrau Muriel Rhyner singt über Liebe, die zerstörerisch wirkt und die Seele auffrisst.
„I came to see that your love is killing me“, der Refrain bringts hundertprozentig auf den Punkt. Diese Düsterkeit haben die zwei Frauen und Herren packend in Musik umgesetzt, ohne zum Glück in irgendwelche Herbst- und Winterdepressionen zu verfallen. Dramatisch, ungekünstelt und intensiv: so klingen die Delilahs Ende 2011. Das zweite Delilahs Album «Greetings From Gardentown» erscheint am 20. Januar 2012.
Echt, ungekünstelt, rotzig, frech, charmant, vielseitig und mit viiiiiiel Drive ausgestattet: Die Delilahs melden sich mit einem grossen zweiten Album zurück. «Greetings From Gardentown» ist eine gitarrenlastige Hommage an die Heimatstadt Zug, mit lauten und leisen, ironischen, witzigen und bissigen Untertönen. Die 2x2-Ladies/Männertruppe beweist mit ihrem teamorientierten Zweitling, dass man die Sounds aus der grossen Zeit der Rockmusik problemlos in die Gegenwart transportieren kann, ohne angestrengt retro zu klingen.
Die Vorgeschichte der Delilahs? Für die Gegenwart uninteressant, Nostalgiker und Rock-Historiker dürfen gerne googlen, um über die euphorischen Momente, Sorgen und Nöte des einstigen Frauen-Trios zu erfahren. Was für das Zuger Quartett zählt, das längst aus zwei Frauen und zwei Männern besteht (Muriel Rhyner, Isabella Eder, Daniel Fischer, Philipp Rhyner), ist das Hier und Jetzt. Die einstige, von den Medien stilisierte Girlgroup, ist definitiv eine Rockband geworden. Eine, die hart arbeitet, gut 300 Konzerte auf dem Buckel hat und darauf brennt, die Songs von «Greetings From Gardentown» live ins Publikum zu schleudern.
Die Debüt-CD «Delilahs», im Frühjahr 2009 in der Schweiz und im Herbst 2010 auch in Deutschland erschienen, hat den Delilahs eine Wagenladung hervorragender Kritiken eingebracht. Ein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, ist das für das Innerschweizer Quartett natürlich nicht. Die letzten Monate haben die Delilahs damit verbracht, in aller Ruhe Songs zu schreiben und aufzunehmen. Die im Frühling 2011 erschienene Vorabsingle «Heroes In Heels» mit ihrem witzigen Videoclip war ein Vorbote fürs neue Album, der definitiv Lust auf mehr machte.
Ohne Druck haben Muriel Rhyner & Co. einen Sound entwickelt, der sich an ihren grossen Vorbildern aus den 70er und 80er Jahren anlehnt, ohne in irgendeiner Form wie eine billige Kopie zu klingen. „Wir sind retro, ohne aber retro zu klingen“, wie Muriel Rhyner lachend erwähnt. «Greetings From Gardentown» ist Family Business in seiner positivsten Form, schliesslich spielen Bruder und Schwester in der Band.
Ausserdem musizieren die beiden weiblichen Band-Mitglieder bereits seit acht Jahren zusammen. „Das prägt und macht immer noch unheimlich viel Spass“, lacht Isabella Eder. Teamarbeit wurde denn auch bei der Entstehung des neuen Longplayers gross geschrieben. Für die Produktion zeichnet nicht irgend ein renommierter Klangtüftler aus dem Ausland verantwortlich, sondern Roland Häusler, ein enger Freund der Band seit den Anfangstagen.
Selbst bei der Wahl des Plattenlabels wurden die Delilahs in ihren eigenen Reihen fündig. Mit Subversiv Records, dem Kult-Label ihres Drummers Daniel Fischer, geniesst die Band vollstes Vertrauen und künstlerische Freiheit, was man ihnen auch anhört.
Ist das nun Rock, Pop, Punk oder Indie? Oder wie wärs mit Power Pop?
Die geneigte Zuhörerschaft soll aber selber entscheiden. Klar ist bloss, dass «Greetings From Gardentown» eine kurzweilige, unverschämt melodiöse und gitarrenbetonte Angelegenheit des guten Geschmacks ist. Der Albumtitel ist übrigens eine augenzwinkernde Hommage an die Delilahs-Heimatstadt Zug. „Alles ist ein bisschen bünzlig und spiessig hier“, klärt Isabella Eder auf. „Für uns ist Zug so etwas wie eine Mini-Ausgabe der Schweiz.“ Schön, dass sich bei so viel Wohlfühloasen-Atmosphäre noch vier Rock-Mohikaner finden, die lustvoll dagegen ansingen.
GREETINGS FROM GARDENTOWN
Tracklist:
1. oh no, not again
2. hey lovers (it‘s time)
3. melting gaze
4. heroes in heels
5. ends
6. skirt song
7. mirrors
8. coma
9. hell & back
10. coming closer
11. follow the rain
12. long way to gardentown
DIE BAND
Muriel Rhyner (Vox/Vocals)
Isabella Eder (Guitars/Vocals)
Philipp Rhyner (Guitars/Vocals)
Daniel Fischer (Drums)
Die besten Dinge der Welt sind nicht die, die man für Geld bekommt
Zitat: Albert Einstein
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